Boßeln in der "Ditmarscher Schweiz"

Zum Thema Boßeln:
Im klassischen Boßeln spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Dabei gibt es keine feste Wurfbahn, sondern die Wettbewerbe finden auf Straßen statt. Jeder Werfer setzt mit seinem Wurf an dem Landepunkt des Vorwerfers seiner Mannschaft an. Ziel ist es die jeweilige Boßelstrecke mit möglichst wenigen Würfen zu überwinden. Die Mannschaft, die dafür die wenigsten Würfe benötigt, hat gewonnen. Bei gleicher Wurfanzahl wird das Spiel als unentschieden gewertet. Die Streckenlänge ist unterschiedlich, da je nach Straßenbeschaffenheit die Wurflänge unterschiedlich ausfällt. (Quelle: Wikipedia)


Am 21.03.2009 fand das diesjährige Boßeln, organisiert vom Ringreiterverein Welmbüttel - Gaushorn - Schrum, auf den Straßen und Wegen der drei Gemeinden in der "Dithmarscher Schweiz" statt.
Früh um 09:00 Uhr war Treffen am Landgasthof "Restaurant Waldesruh" zur musikalischen Untermalung war die Feuerwehrkapelle Wrohm eingeladen worden. Sie spielte zur Unterhaltung der Mannschaften und der Anwohner bekannte "Weisen" aus dem deutschen und internationalen Liedgut.

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Die Teilnehmer wurden in zwei Mannschaften aufgeteilt und das Funktions- und Schiedsrichterpersonal (Mannschaft "Schwarz" und Mannschaft "Rot" sowie ein Ober-Schiedsrichter) bestimmt.







Die Mannschaften "Rot" und "Schwarz" waren abwechselnd am Start, bzw. (wie oben beschrieben) je nach Wurfleistung auch schon einmal öfter hintereinander dran. Die Listenführung übernahm Karin Sander unterstützt von Catrin Carstens und Birte Friedrichsen.

Es ging dann los auf dem Waldweg "Norderwohld" in Richtung Sportplatz unterwegs kamen die mitgebrachten "Stärkungsmittel" zum Einsatz.

Bei Familie Kühl gab es die erste Stärkung (in Form von mehr oder weniger durchsichtigen kleinen Flüssigkeiten die nicht unter das Dopinggesetz fielen) aus den Reihen der Anwohner.







Die Musik hatte hier und da auch zugeschlagen (ich meine nicht den Trommler), um dem kalten Wind zu trotzen - eine gerngenommene Stärkung.

Um einer evtl. Gefährdung des Straßenverkehrs auf der B 203 auszuweichen ging es anschließend in Gaushorn auf der Dorfstraße weiter. Auch hier waren die Anwohner sehr freigebig mit dem schon erwähnten Stärkungen, (die Gefahr lag allerdings in den unterschiedlichen dargebotenen Produkten), hier bitten wir eindringlich um Absprache unter den Anwohnern für das nächste Mal, welches eine bessere Verträglichkeit sowie Durchhaltevermögen der Mannschaften gewährleisten könnte(?). Zur Überquerung der B 203 hatte die Freiwillige Feuerwehr Welmbüttel - Gaushorn - Schrum diese gesichert.






Bei Familie Saggau gab es das schon zur Tradition gewordene Frühstück, in Form von belegten Brötchen und Kaffee. Auch hier waren die Stärkungen wieder präsent. Weiter ging es auf dem Sohrtweg in Richtung Speditionfirma "Wolfgang Matthiessen - Gaushorn".









Auf dem Gelände der Firma empfing uns der Seniorchef mit seiner Tochter persönlich um eine Stärkung für die Mannschaften und die Musiker auszuschenken. Wolfgang bedankte sich bei der Feuerwehrkapelle für das "Ständchen" und die "Karavane" zog weiter. Über Gaushorn nach Welmbüttel, mit der Unterbrechung auf der B 203, um bei Wrages "Zur Dithmarscher Schweiz" wieder neu zu starten.







Hier wartete Holm bereits mit Stäkungsmitteln und bei Wera Boie gab es auch schon gleich den nächsten Schluck und Süßigkeiten (der Blutzucker war bereits auf Reserve). Es ging inzwischen kräftig bergan und die Werfer und Werferinnen mussten so manche Kugel um Kurve und sonstige Hindernisse dirigieren um voran zukommen.







Am Knüll vorbei - hatten Inge Grönland und Inge Rohde schon mit einer weiteren Stärkung gewartet, diese kam gerade rechtzeitig um den kurvenreichen Straßenverlauf "Am Sender" überhaupt richtig einschätzen zu können.







Es ging weiter bergauf - Richtung Schrum und nach der Kurve - Einkehr bei Meißner - um eine deftige Erbsensuppe und neutrale Getränke für den doch etwas ausgelaugten Körper in der Mittagszeit auf- bzw. einzunehmen. Die strapazierten Muskeln etwas zur Ruhe kommen lassen und das ein oder andere taktische Gespräch zur Wurftechnik zu halten.







Der Rückmarsch mit den Boßelkugeln im Wettstreit ging bis zum "Knüll" in Welmbüttel. Doch vorher kam der Schiedsrichter der Mannschaft "Schwarz", Johann-Detlef Marx noch zu Ruhm, indem er eine schon Verloren geglaubte Kugel unter Einsatz seines Lebens aus den Tiefen des Straßengrabens (siehe Bild) herausfischte.







Am Knüll angekommen, mußte nun die Kugel in einer blauen Tonne (Ziel) versenkt werden. Ein spektakulärer Wurf gelang Günter Röhl, der den Abstand zur Tonne in den cm-Bereich verkürzte. Manuel hatte dadurch leichtes Spiel für den Abschlußwurf. Ich bin fest der Meinung die Mannschaft "Rot" hatte wirklich die besseren Spieler(?), aber auch die Mannschaft "Schwarz" brachte das Spiel aus einer ca. 4 Meter entfernten Position zur Tonne zum glücklichen Ende.

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Die Feuerwehrkapelle Wrohm versetzte sich in "Marschordnung" und mit Musik ging es zu "Heiße Wecken" und Kaffee in den Landgasthof "Restaurant Waldesruh" wo Arne Kohl die beiden erstplazierten Mannschaften durch Bekanntgabe des Ergebnisses feiern ließ.







Der Tag war erfüllt vom sportlichen Kampf- aber auch Teamgeist und die Mannschft "Schwarz" trug den Sieg nach Hause, obwohl die Mannschaft "Rot" die besseren Werfer und Werferinnen hatte.
Wir freuen uns schon auf den nächsten Wettkampf im Jahre 2011.
Haltet Euch fit mit Wandern auf unseren Wegen in der "Dithmarscher Schweiz", das hält auf jedem Fall die Muskeln straff.

- Gut Schött -