Boßeln in der Dithmarscher Schweiz

(CC) Am 26.02.2011 organisierte der Ringreiterverein Welmbüttel - Gaushorn – Schrum wieder das beliebte Boßeln.
Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren gab es zwei, nein sogar drei wichtige Änderungen:

  1. Die Teilnehmer hatten diesmal eine kurze Strecke zu bewältigen, nämlich nur die Straßen und Wege der Gemeinden Welmbüttel und Schrum (zum Ausgleich wird das nächste Boßeln die Gemeinden Welmbüttel und Gaushorn in Angriff nehmen).
  2. Die Startzeit wurde von 09:00 Uhr auf 10.00 Uhr verschoben, damit auch Langschläfer an diesem Wettkampf teilnehmen konnten.
  3. Und die letzte und wohl wichtigste Änderung, auf die allerdings keiner Einfluss genommen hatte, war das traumhaft schöne Februar Wetter. An diesem Samstag meinte Petrus es sehr gut mit den Boßelwettkämpfern und lieferte Sonne pur!

Zum Treffen am Landgasthof "Restaurant Waldesruh" war zur musikalischen Untermalung die Feuerwehrkapelle Frehstedt eingeladen. Sie spielte zur Unterhaltung aller Teilnehmer und Gäste viele bekannte Lieder.

Schnell wurden zwei Mannschaften gebildet, „Rot“ und „Schwarz“. Selbst die Schiedsgewalt war fix vergeben: Dirk Nottelmann-Schlömer und Cerstin Carstens bildeten die Kredler, Inga Sievers den Oberkredler. Die Mannschaftslisten sollten von Arne Kohl und Birte Friedrichsen geführt werden.

Die Mannschaften "Rot" und "Schwarz" sollten in der Regel ihre Kugeln abwechselnd am Start werfen. Allerdings musste nach einer wenig erfolgreichen Leistung auch schon mal eine Mannschaft öfter hintereinander boßeln.

Es ging dann los auf dem Waldweg "Norderwohld" in Richtung Sportplatz. Kleine "Stärkungsmittel" wurden im Bollerwagen mitgeführt und kamen bei Schwächeanfällen zum Einsatz.

Am Sportplatz angekommen, wurde das Haus der Bürgermeisterin Karin Wrage ins Visier genommen. Um aber einer evtl. Gefährdung des Straßenverkehrs auf der B 203 auszuschließen, mussten die Boßelkugeln eingesammelt werden. Die Überquerung der Straße sicherte die Feuerwehr Welmbüttel-Gaushorn-Schrum.
Am Ziel angekommen, erwartete man schon die ausgehungerten Sportler mit einem Frühstück in Form von belegten Broten und Kaffee. Hierfür vielen Dank an Karin.

Weiter ging es auf der „Dithmarscher Schweiz“, wo es bei Wera Boie gleich schon den nächsten Schluck und Süßigkeiten gab.

Die „Karavane“ kämpfte inzwischen kräftig bergan und hielt zum erneuten Kräftetanken bei Momme Ricklefsen und seiner Frau inne.

So mancher Autofahrer wurde auf dieser Strecke um ein bisschen Kleingeld erleichtert, denn ohne Wegezoll war kein Durchkommen möglich.

So hatten die Sportler gerade den letzten „Kurzen“ heruntergespült, warteten Inge Grönland und Inge Rohde schon mit einer weiteren Stärkung. Diese kam gerade rechtzeitig, denn die Werfer und Werferinnen hatten nun einen kurvenreichen Straßenverlauf und mussten die Kugel richtig dirigieren.

Doch trotz zahlreichem Zielwassers landete fast jede Kugel auf dem Weg nach Schrum im Graben- zum Leid der Kredler. Unter vollem Körpereinsatz wurde dann das begehrte Sportgerät geborgen.

Am Zwischenstop und Wendepunkt auf Höhe Meißner/ Sievers sollte gerade zum Rückmarsch geblasen werden, als Hans Werner Rix im Trab die Straße herunter gelaufen kam- mit einem Tablett voll kleiner Köstlichkeiten. Zur Belohnung erhielt auch er ein Ständchen der Feuerwehrkapelle Frehstedt.

Der Wettstreit erfolgte nun zurück Richtung Knüll – dort angekommen, musste die Kugel in ein gekennzeichnetes Blumenbeet nahe an einen Baum (Ziel) geworfen werden. An dieser Stelle muss der Reporter allerdings eingestehen, dass er den Höhepunkt der Veranstaltung, den spektakulären Zielwurf, verpennt hat.

Die Feuerwehrkapelle Frehstedt blies nun zur Einkehr in den Landgasthof "Restaurant Waldesruh", wo das Mittagessen, eine deftige Kartoffelsuppe, auf die Teilnehmer wartete.

Kurz vor der Stärkung wurde noch das Ergebnis des Wettstreits bekannt gegeben: Die Mannschaft "Schwarz" trug den Sieg nach Hause. Oder war es die Mannschaft "Rot"? Letztendlich hatten alle gewonnen- hauptsächlich an Erfahrung.
Das wichtigste aber bleibt der schöne Tag, den alle Beteiligten gemeinsam verbrachten.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Wettkampf im Jahre 2013.

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